Punat hat uns dieses Jahr alles geboten – von Leichtwind bis Sturm. Ein besseres Saisonstart-Training unter so vielfältigen Bedingungen ist kaum vorstellbar.
Mit sechs Teams war die Gruppe beim Season Starter Camp und der Sea Challenger Regatta dieses Jahr zwar klein, dafür umso persönlicher und intensiver.
Während des dreitägigen Trainings präsentierte sich Punat von seiner schönsten Seite: strahlender Sonnenschein und 5–12 Knoten Wind boten ideale Bedingungen. Im Fokus stand intensives Boathandling – vom Setzen und Bergen des Gennakers in verschiedenen Varianten über das Steuern und Beschleunigen der Yacht mit dem eigenen Körpergewicht bis hin zu Wenden, Halsen und Startübungen. Gegen Ende frischte der Wind etwas auf, sodass auch der Segeltrimm in unterschiedlichen Windstärken gezielt trainiert werden konnte.
Mit dem Start der Sea Challenger Regatta zog jedoch ein Tiefdruckgebiet auf und brachte kräftige Winde nach Punat. Während in der Schweiz Schnee fiel, kämpften wir vor Ort mit starkem Wind, strömendem Regen und eisigen Temperaturen. An diesem Tag blieben alle Yachten sicher in der Bucht vertäut, und einige Seglerinnen und Segler nutzten die Gelegenheit für einen Abstecher in die Sauna.
Am zweiten Tag zeigte sich zwar wieder die Sonne, doch die Böen erreichten weiterhin bis zu 25 Knoten. Da nicht alle Teams über ausreichend Starkwinderfahrung verfügten, entschieden wir uns, den Tag als Training zu nutzen. Mit drei Booten verließen wir die geschützte Bucht und wechselten die Teams auf dem Wasser durch. Das Segeln mit Gennaker erwies sich als anspruchsvoll – und selbst ohne Gennaker kam die J70 in den Böen kurzzeitig ins Gleiten. Wer den Gennaker setzte, musste früher oder später einen Sonnenschuss hinnehmen. Trotzdem waren alle froh, auf dem Wasser gewesen zu sein und wertvolle Erfahrungen gesammelt zu haben.
Am letzten Tag schließlich erwarteten uns perfekte Bedingungen. Ab 10:00 Uhr war das Ziel klar: so viele Läufe wie möglich zu segeln. Wir starteten bei Böen bis 18 Knoten und beendeten den Tag in einer leichten Brise. Nach zehn Läufen setzte sich das Frauenteam Boddensprotten punktgleich vor dem Bucerius Segel Team durch. Mit sechs Punkten Rückstand folgte auf Platz drei das Schweizer Team des Swiss Yachting Club CERN.
Ich danke allen Teilnehmenden für ihren Einsatz und das faire Segeln. Ein besonderes Dankeschön geht an In2theblue für die hervorragende Location und die Organisation!
